Dieser Artikel wurde ursprünglich in der dritten Ausgabe der „Sanshinkai Letters“ veröffentlicht, die im Mai 2005 veröffentlicht wurde. Die „Sanshinkai Letters“ waren eine von Eric Graf Sensei herausgegebene Publikation. Alle Ausgaben der „Sanshinkai Letters“ finden Sie auf der Website von Graf Sensei: https://graf-dojos.ch/ im Bereich „Downloads“. Mit freundlicher Genehmigung von Eric Graf Sensei veröffentlichen wir diesen Artikel hier.
Die Interview von Michele Quaranta ist kürzer, als die der drei anderen Personen. Dies weil die Fragen, die nicht spezifisch zum Auvernier-Stage, sondern über sein Leben, schon in vorherige Interviews gestellt wurden. Diese Interviews sind in den San Shin Kai Letter Nr. 1 und 2. Sie können diese Nummern von unserer Homepage www.aikido-ne.ch herunterladen (auf San Shin Kai Letter klicken).
Interview
Eric Graf: Was sind deiner Meinung nach die Vorteile den Stage von Auvernier zu viert zu leiten?
Michele Quaranta: Zuerst ist Auvernier ein Stage, bei dem wir verschiedene Arten des Unterrichts und der Ausübung von Aikido zeigen wollen. Positiv oder negativ, das ist ohne Bedeutung. Es ist eine Herausforderung für uns vier die Verbindungen zwischen den verschiedenen Formen auszudrücken und zu finden. Dann ist das Ziel von diesem Stage vor allem, dass die verschiedenen Personen aus verschiedenen Dojos zusammen arbeiten können.
Wie ist der Auvernier-Stage entstanden?
Die Hauptmotivation war die Freundschaft, die uns verbindet. Dann, wie ich es schon vorhin gesagt habe, unseren Schülern verschiedene Sichtarten zu geben. Denn Aikido bleibt schliesslich Aikido, und jede Interpretation leitet zum selben Ziel. Das sind die Hauptmotivationen. Und auch unseren Schülern etwas Neues zu geben.
Die Idee, diesen Stage zu gründen, ist euch also spontan gekommen?
Ja, ganz spontan. Wir wollten auch etwas machen, das es in der ACSA noch nicht gab. In dieser Art zu arbeiten, haben wir etwas Neues eingeführt. Wir hatten sogar Ikeda Sensei gefragt, ob er einverstanden sei, und er hat uns unterstützt.
Siehst du etwas, das man an diesem Stage noch verbessern könnte? Welche Ideen hast du?
Man kann immer etwas besser machen. Aber man muss aufpassen, dass man dabei nicht das, was schon besteht, verschlechtert. Ich glaube, dass dieser Stage schon von grosser Qualität ist, in seiner Struktur, in seiner Organisation. Ziel ist, diese Qualität zu behalten. Nachher ist es schwierig zu sagen, man kann immer etwas besser machen, ich denke die nächsten Jahre werden uns das zeigen.
Hast du bei deinen Schülern in Basel oder hier (Neuchâtel) einen Unterschied bemerkt nachdem sie vom Stage zurück ins Dojo gekommen sind? Hast du das Gefühl, dass der Stage einen Einfluss auf sie hat?
Ich denke, dass jeder Stage allgemein die Schüler beeinflussen und verändern kann. Dieser Stage besonders, er verbessert nicht nur die Kenntnisse der Schüler, er schafft auch Freundschaften zwischen verschiedenen Dojos in der Schweiz. Manchmal bekommen wir sogar Besuch aus dem Ausland. Es ist also eine grosses Ziel, aus diesem Stage etwas zu machen, das die Norm der üblichen Stages übertrifft.
Und bei dir, hat der Stage etwas verändert? Was bleibt dir davon?
Zuerst hatte ich sie als Freunde und als Partner während den Stages, die ich bei Ikeda Sensei besucht habe, geschätzt. Dann habe ich sie als Meister, als Lehrer geschätzt, alle drei. Und das hat unsere Freundschaft noch verstärkt. Sie haben mir Anregung gegeben in meiner Art zu unterrichten, sie haben mir Sachen gegeben, die ich nicht kannte, Sachen, die meine eigene Lehre verbessert haben.
Möchtest du noch etwas hinzufügen?
Ich möchte all denen danken, die mir geholfen haben und die mir helfen. Sie bleiben oft im Hintergrund und man sagt es ihnen nicht oft genug. Ohne sie wäre es sehr schwierig den Stage zu organisieren. Voilà. Ich glaube auch, dass dieser Ort wirklich ideal ist, um einen traditionellen Stage zu machen, der lange fortbestehen wird. Was ich für die Zukunft wünsche: dass wir auch Leute aus dem Ausland einladen können, aus Orten, wo ich hingehe, und dass wir die Möglichkeit finden sie hier zu empfangen ohne das die Reise und der Stage sie ruiniert. Man weiss ja, dass die Löhne in gewissen Ländern nicht so hoch sind wie hier in der Schweiz …
Danke!
